Thematisierung des öffentlichen Raums: Temporäre Gärten

Interventionen und künstlerische Interaktionen in Berlin, Aachen, Le Havre und Tartu, 1999 – 2008

Seit Ende der 1990er Jahre gehörte Sally Below zu den Initiatoren der Temporären Gärten, sie schrieben seinerzeit: „Gärten und Landschaften sind Ideen, sie entstehen als Bilder im Kopf. Die Temporären Gärten spielen mit diesen Bildern. Es sind oft die kleinen Eingriffe, die scheinbar logischen Ergänzungen oder Brüche, die Sehnsüchte, Freude auslösen, Anstoß zu eigenen Ideen geben und anders als das festgeschriebene, eingezäunte und durch Verordnungen geschützte Stadtgrün altbekannte Gewohnheiten infrage stellen.“

Die Temporären Gärtner untersuchten einen Ort mit seinen architektonischen, sozialen und historischen Besonderheiten, um ihn dann für vier Tage im Sommer neu zu gestalten. Sie erwiderten mit ihren Arbeiten aber nicht nur den Blick auf wenig beachtete Stadtbereiche, sondern stellten die grundsätzliche Frage, wie städtischer Lebensraum wahrgenommen und welches kulturelle Verständnis diesem entgegengebracht wird.

Mit den Temporären Gärten in Aachen 2008 endete die Reihe. Sie hat viele andere zu ähnlichen Aktionen animiert.